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Öffentlicher Field Guide für GraphRAG, Knowledge Graphs, AI-Architekturen und bessere Entscheidungen in komplexen Wissenssystemen.

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© 2026 Meierhoff Systems · GraphRAG Compass

Orientierung für Entscheidungen in Wissenssystemen

Alle Phasen
Entwerfen: Systemdesign & Entwurf
01Systementwurf spezifizieren02Komponenten und Verantwortlichkeiten spezifizieren03Ingestion-Pipeline spezifizieren04Speicherarchitektur spezifizieren05Graphschema für die Umsetzung spezifizieren06Anfrage- und Ergebnislauf spezifizieren07Toolklassen für die Umsetzung spezifizieren08Prototyp-Ausschnitt spezifizieren09Phase-3-Checkpoint

System-Step 2 von 9

Komponenten und Verantwortlichkeiten spezifizieren

Die Systemteile als konkrete Verantwortlichkeiten beschreiben: Parser, Chunker, Entity Resolver, Graph Builder, Retriever, Orchestrator, Answer Composer und Trace Logger.

Was du mitnimmst

Eine Komponentenkarte zeigt, wo Informationen entstehen, genutzt werden und wo Fehler sichtbar werden.

Komponenten und Verantwortlichkeiten spezifizieren: Eine Komponentenkarte zeigt, wo Informationen entstehen, genutzt werden und wo Fehler sichtbar werden.

Systemziel

Was hier geklärt wird

Du legst fest, welche Komponente welche Information erzeugt, speichert, abruft, prüft oder protokolliert.

Kontext

Die Architekturfrage

Eine Architektur mit Graphkontext braucht klare Verantwortlichkeiten. Die Frage ist: Welche Systemkomponente erzeugt, speichert, nutzt oder prüft welche Information?

Für den Mini-Use-Case bedeutet das: Die Richtlinie muss sauber gelesen werden. Die Projektliste muss als strukturierte Zuordnung nutzbar werden. Die Team-Zuordnung muss Customer Core mit Projekt Alpha verbinden. Der Orchestrator muss erkennen, ob eine Frage eine Textstelle, einen Beziehungspfad oder beides braucht. Das LLM formuliert daraus ein Ergebnis mit Quellenbezug.

Die Kernfrage lautet: Welche Komponente ist für welchen Teil des Systems zuständig?

Prinzip

Architekturprinzip

KOMPONENTEN NACH AUFGABE ORDNENParserAufgabeQuelle lesenSignalStruktur fehltChunkerAufgabeAbschnitt bildenSignalKontext bricht abGraph BuilderAufgabeBeziehung bauenSignalPfad fehltOrchestratorAufgabeSuchweg wählenSignalFalscher WegLLM / ComposerAufgabeErgebnis bauenSignalBeleg fehltTrace LoggerAufgabeAblauf zeigenSignalFehler unklarWenn etwas falsch läuft, weißt du, welche Komponente du prüfst.

Komponenten werden nach ihrer Aufgabe benannt. Eine technische Umsetzung kann mehrere Aufgaben bündeln, aber das Systemdesign muss die Grenzen trotzdem sichtbar halten.

Klare Grenzen helfen dir später beim Debugging: Wenn ein Pfad fehlt, schaust du auf Graph Builder und Graph Store. Wenn die Quelle fehlt, schaust du auf Parser, Chunker und Herkunftsbelege. Wenn der Suchweg falsch ist, schaust du auf den Orchestrator. Wenn das Ergebnis unklar formuliert ist oder Quellenbezug fehlt, schaust du auf LLM und Composer.

Systementwicklung

Systembaustein

KomponenteAufgabeLiefertTypisches Fehlersignal
ParserQuellenstruktur lesenAbschnitte, Tabellen, Metadatenwichtige Struktur fehlt
ChunkerText in nutzbare Abschnitte teilenChunks mit Quelle und AbschnittKontext bricht ab
Graph BuilderEntitäten und Beziehungen erzeugenkleine GraphfragmenteBeziehung fehlt oder ist falsch
Query OrchestratorSuchweg pro Frage wählenKontextpaket aus Text und Pfadunpassender Retrieval-Weg
LLM / ComposerErgebnis aus Kontext formulierenErgebnis mit QuellenbezugQuelle, Pfad oder Einschränkung fehlt
Trace LoggerAblauf sichtbar machenTrace der AnfrageFehler ist nicht nachvollziehbar

Die Komponentenkarte zeigt für jeden Systemteil: Welche Aufgabe hat er, was liefert er und woran erkennst du dort ein Problem?

Abwägen

Trade-off

Was wird einfacher, was schwieriger?

Die Entscheidung: Du schneidest die Komponenten so fein, dass jede wichtige Aufgabe ein eigenes Ergebnis und ein Fehlersignal hat.

Die Konsequenz: Die Karte wird etwas größer. Dafür erkennst du später gezielt, ob CRM falsch erkannt wurde, ob eine Beziehung fehlt, ob der Orchestrator den Graphpfad ausgelassen hat oder ob das LLM den Quellenbezug verloren hat.

Der Trade-off hilft dir beim Grundverständnis: Eine grobe Karte erklärt den Ablauf schneller, eine präzisere Karte macht Fehler suchbar. Für den Lernpfad reichen die wichtigsten Rollen: Quellen lesen, Chunks bilden, Beziehungen bauen, Suchweg wählen, Ergebnis formulieren und Trace speichern.

Fehlerbild

Typischer Baufehler

Worauf du achten musst

Die typische Falle: Mehrere Aufgaben verschwinden in einem großen Block. Dann heißt es schnell: "Die Pipeline macht das" oder "der Backend-Service kümmert sich darum".

Das wird kritisch, sobald eine falsche Antwort auftritt: Es bleibt unklar, ob die Quelle falsch gelesen wurde, die Beziehung fehlt, der Orchestrator den falschen Suchweg gewählt hat, das LLM den Kontext unsauber formuliert hat oder der Trace zu wenig zeigt.

Benenne die Systemrollen so, dass jede wichtige Aufgabe ein eigenes Ergebnis und ein Fehlersignal hat.

Prüfen

Woran du es erkennst

Prüfpunkt

Du erkennst zu grobe Komponentengrenzen, wenn eine falsche Antwort niemandem im System zugeordnet werden kann. Dann brauchst du klarere Rollen für Parser, Chunker, Graph Builder, Orchestrator, LLM und Trace.

Üben

Mini-Aufgabe

Nutze den Mini-Use-Case: Eine Antwort nennt Projekt Alpha nicht, obwohl CRM in der Projektliste mit Projekt Alpha verbunden ist. Markiere drei Komponenten, die du prüfen würdest.

Musterlösung
  1. 1Parser: Hat die Projektliste die CRM-Zeile korrekt gelesen?
  2. 2Graph Builder: Wurde aus der Zuordnung die Beziehung CRM -> Projekt Alpha erzeugt?
  3. 3Query Orchestrator: Hat die Frage einen Graphpfad angefordert oder nur Textsuche genutzt?

Der Fehler lässt sich gezielt eingrenzen, weil jede Komponente eine eigene Verantwortung hat.

Reflektieren

Selbsttest

1.Warum reichen Produktnamen für den Komponentenschnitt nicht aus?

Weil ein Produkt mehrere Rollen tragen kann. Die Architektur muss trotzdem wissen, welche Verantwortung gerade gemeint ist.

2.Welche Frage beantwortet eine gute Komponentenkarte?

Sie zeigt, welche Komponente welche Information erzeugt, nutzt, speichert, prüft oder protokolliert.

3.Was ist ein Warnsignal für einen zu groben Schnitt?

Eine falsche Antwort lässt sich keiner verantwortlichen Komponente zuordnen.

Kernaussage

Eine Komponentenkarte zeigt, wo Informationen entstehen, genutzt werden und wo Fehler sichtbar werden.

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Status

Auf dieser Seite

SystemzielArchitekturfrageArchitekturprinzipSystembausteinTrade-offBaufehlerWoran du es erkennstMini-AufgabeSelbsttest

Systembau-Modus

Systemdesign statt Tooldemo.

Query-Wege und Datenfluss werden sichtbar.

Tools sind Beispiele, nicht die Architektur selbst.

Vertiefen

Konzept im CompassArchitekturenHybrid Retrieval Stack

Output

Komponentenkarte mit Aufgabe, Input, Output, Verantwortung und Fehlersignal

Checkpoint

Du kannst erklären, welche Komponente für welchen Teil des Systems zuständig ist.