Episodisches Memory
Speichert Ereignisse, Gespräche, Entscheidungen oder Interaktionen mit Zeitbezug.
Im Kickoff wurde entschieden, dass der Pilot zuerst auf Supportfragen fokussiert.
Deep Dive · Agent Memory
Agent Memory macht Kontext über einzelne Sitzungen hinaus nutzbar. Der Kern ist, relevante Fakten, Entscheidungen, Präferenzen und offene Punkte kontrolliert wiederzufinden.
Kuratierter erster Schnitt · Stand Mai 2026
Agent Memory ist ein kuratierter Kontextspeicher, der festhält, was für spätere Aufgaben relevant bleibt: Ziele, Präferenzen, Entscheidungen, offene Fragen, beteiligte Entitäten und wichtige Zustandsänderungen.
Gute Memory-Systeme beantworten drei Fragen gleichzeitig: Was darf gespeichert werden? Wann ist es noch gültig? Und wie wird es bei einer neuen Aufgabe wieder kontrolliert in den Kontext geholt?
Unterschiedliche Erinnerungen brauchen unterschiedliche Regeln. Eine Projektentscheidung altert anders als eine Nutzerpräferenz oder ein Ereignis aus einem Supportfall.
Speichert Ereignisse, Gespräche, Entscheidungen oder Interaktionen mit Zeitbezug.
Im Kickoff wurde entschieden, dass der Pilot zuerst auf Supportfragen fokussiert.
Speichert stabilere Fakten über Nutzer, Projekte, Kunden, Produkte oder Domänenobjekte.
Kunde Nordstern nutzt Version 4.2 und hat Reporting als kritischen Prozess.
Speichert wiederkehrende Vorgehensweisen, bevorzugte Abläufe oder Arbeitsregeln.
Vor einer Antwort immer offene Annahmen und verwendete Quellen nennen.
Speichert persönliche oder teambezogene Präferenzen, aber nur wenn sie bewusst relevant sind.
Antworten sollen auf Deutsch, knapp und mit konkreten Dateipfaden formuliert werden.
Hält Ziele, Scope, offene Fragen, Entscheidungen und nächste Schritte eines Arbeitskontexts zusammen.
Das aktuelle Compass-Milestone erweitert Konzeptseiten vor neuen Feature-Kandidaten.
Speichert team- oder organisationsweite Fakten, Regeln und Zuständigkeiten mit klarer Ownership.
Security-Freigaben brauchen Review durch das Platform-Team.
Die wichtigste Produktentscheidung ist die Schreibregel. Memory muss selektiv, begründet und überprüfbar sein.
Eine Erinnerung wird nur gespeichert, wenn sie später wahrscheinlich eine Entscheidung, Antwort oder Handlung verbessert.
Jeder Memory-Eintrag braucht Herkunft: Nutzeräußerung, Dokument, Tool-Ergebnis, Entscheidung oder Systemereignis.
Memory braucht Zeitbezug, Status und gegebenenfalls Ablaufdatum. Alte Erinnerungen dürfen nicht still als aktuell gelten.
Nutzer oder Teams müssen Memory sehen, korrigieren, sperren und löschen können.
Nicht alles, was gesagt wird, gehört ins Memory. Persönliche, sensible oder beiläufige Informationen brauchen besondere Zurückhaltung.
Erinnerung ist nur nützlich, wenn sie passend wieder auftaucht. Retrieval aus Memory braucht Scope, Zeitlogik, Konfliktprüfung und ein kleines Kontextpaket.
Aktuelle Aufgabe verstehen: Ziel, Nutzer, Projekt, Zeitbezug und erwartete Entscheidung erkennen.
Memory-Scope bestimmen: persönliches, Projekt-, Team- oder Organisations-Memory auswählen.
Kandidaten suchen: semantische Suche, Filter, Entitäten, Tags oder Graphbeziehungen nutzen.
Konflikte prüfen: alte, widersprüchliche oder unsichere Erinnerungen markieren.
Kontextpaket bauen: nur relevante, aktuelle und erklärbare Erinnerungen an den Agenten geben.
Nach der Aufgabe aktualisieren: neue Entscheidungen speichern, überholte Annahmen ersetzen, offene Punkte fortführen.
Ein Agent soll Arbeit nicht jedes Mal neu starten. Er muss aber wissen, welche Erinnerungen belastbar sind und welche nur Hinweise darstellen.
Bereite den nächsten Workshop zum GraphRAG Compass vor.
Der Agent kann den Workshop vorbereiten, ohne die alte Diskussion neu zu erfragen, bleibt aber an konkrete gespeicherte Entscheidungen gebunden.
Relevante Erinnerungen
Konzeptseiten sollen zuerst semantisch sauber werden, bevor neue Feature-Kandidaten priorisiert werden.
Detailseiten sollen die Grundidee erklären und Drawer-Inhalte nicht duplizieren.
Direkte Konzeptverweise in Detailseiten öffnen den Drawer; nächste Schritte dürfen auf Detailseiten navigieren.
Context Graphs soll nach Agent Memory als nächstes geschärft werden.
Ein guter Eintrag speichert Aussage, Quelle, Scope, Status und Review-Zeitpunkt.
type: project_decision
subject: concept_detail_pages
statement: Direkte Konzeptverweise öffnen den Drawer
source: user_decision
created_at: 2026-05-25
scope: graphrag_compass
confidence: high
status: active
review_after: 2026-06-25Memory braucht Produktoberfläche und Backend-Speicher. Sichtbarkeit macht Erinnerung kontrollierbar und vertrauenswürdig.
Erinnerungen brauchen Zustände. Sonst wird jeder gespeicherte Satz entweder zu wichtig oder zu unsichtbar. Der Lifecycle macht sichtbar, wann ein Eintrag verwendet, geprüft oder entfernt werden soll.
Der Agent erkennt eine potenziell relevante Erinnerung, nutzt sie aber noch nicht dauerhaft.
Nutzer, Regel oder Workflow bestätigt, dass der Eintrag gespeichert werden darf.
Der Eintrag darf bei passenden Aufgaben als Kontext wiederverwendet werden.
Der Eintrag bleibt nachvollziehbar, darf aber nicht mehr als aktueller Kontext gelten.
Der Eintrag wird entfernt oder so gesperrt, dass er nicht mehr in Retrieval oder Antworten erscheint.
Memory erhöht die Nützlichkeit von Agenten, aber auch die Verantwortung. Schlechte Erinnerung ist oft gefährlicher als keine Erinnerung.
Eine beiläufige Aussage wird dauerhaft gespeichert und später als feste Präferenz genutzt.
Eine frühere Entscheidung bleibt aktiv, obwohl sie später geändert wurde.
Sensible Informationen werden gespeichert, obwohl sie für zukünftige Aufgaben nicht nötig sind.
Niemand weiß, wer Memory-Einträge korrigieren, bestätigen oder löschen darf.
Unsortierte Einträge machen Retrieval unpräzise und senken die Kontextqualität.
Der Agent formuliert alte Erinnerungen zu sicher, obwohl Quelle, Zeit oder Confidence schwach sind.
Agent Memory ist kein isolierter Speicher. Es braucht semantische Regeln, Kontextmodellierung und kontrollierte Schnittstellen.
modellieren den laufenden Arbeitszustand; Agent Memory speichert länger nutzbare Zustände und Entscheidungen.
definiert, welche Bedeutung, Regeln und Rollen beim Lesen oder Schreiben von Memory gelten.
können Memory-Einträge als Entitäten, Beziehungen und Zeitstände strukturieren.
machen Memory als kontrollierte Kontextquelle oder Tool für Agenten nutzbar.
Der kleinste gute Start ist ein enger Memory-Scope mit Review-Möglichkeit. Erst wenn klar ist, dass Memory echte Wiederaufnahme verbessert, sollte es breiter werden.
Einen einzigen Memory-Scope wählen, zum Beispiel Projekt-Memory für laufende Arbeit.
3 bis 5 Memory-Typen definieren: Entscheidung, Präferenz, offener Punkt, Fakt, Warnung.
Schreibregeln festlegen: Was wird automatisch vorgeschlagen, was braucht Bestätigung?
Eine Review-Ansicht bauen: anzeigen, korrigieren, löschen, ablaufen lassen.
Mit echten Wiederaufnahme-Fragen testen: Wird Arbeit über Sitzungen hinweg besser fortgeführt?
Starte mit Projekt-Memory für Entscheidungen, offene Punkte und wiederkehrende Präferenzen.
Baue zuerst Sichtbarkeit, Löschung, Scope und Rollenregeln. Speichertechnik kommt danach.
Nutze Status, Review-Datum und Ablaufregeln. Memory ohne Zeitlogik driftet schnell.
Nächste Schritte